Frauenmantel

 

Ihr Lieben! Ich bin euch im Juni noch einen Beitrag über den Frauenmantel schuldig geblieben. Es tut mir sehr leid, dass ihr warten musstet. Jetzt ist es soweit:

Der Frauenmantel

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Frauenmantel auf der Wiese

Der „Gemeine Frauenmantel“ (lat. Alchemilla vulgaris L. – für die Biologen unter euch 😉 ) gehört – wer hätte es gedacht – zu der Familie der Rosidae oder Rosenähnlichen. Frauenmantel hat viele Namen: Sinau, Sintau, Löwenfuß, Taurosen, Taumantel, Taublatt, Silberkraut, Marienmantel, Mantelkraut, Marienkraut, Gänsefuß; um nur einige zu nennen. alle bezeichnen die selbe Pflanze.

Interessant sind die Verweise auf Tau, der sich tatsächlich in den Blättern am Blattgrund sammelt. Die Blätter sind gezahnt. Wer ganz genau hinschaut, kann kristallklare Tropfen erkennen, die sich an den Zähnchen bilden und silbern funkeln („Silberkraut“).

Die Bezeichnung Marienmantel oder Marienkraut bezieht sich auf die Form der Blätter, die an einen pelerinenartigen Mantel erinnern, wie ihn die Muttergottes auf vielen Darstellungen trägt.

Gerne wird er heute als Zierpflanze in Gärten und Parks als pflegeleichte und anspruchslose Pflanze gesetzt. Dabei sie er richtig hübsch aus.

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Frauenmantel im Nürnberger Stadtpark

Frauenmantel wurde und wird in der Naturheilkunde und Homöopathie bei typischen Frauenleiden eingesetzt, wie Mentruationsbeschwerden (zu starke Blutungen und heftige Krämpfe), Weißfluss oder klimakterischen Beschwerden (Schweißausbrüche). Auch nach der Geburt kann Frauenmantel unterstützend zur Rückbildung und bei übermäßigen Wochenfluss eingesetzt werden.

Doch dieses Kraut kann noch mehr. In der heutigen Schulmedizin, wie auch in der Volksmedizin wird Frauenmantel als Mittel gegen Blähungen und unspezifische Durchfallerkrankungen genutzt. Dazu wird das blühende (!) Kraut verwendet. In der Volksmedizin wird er darüber hinaus (innerlich angewendet) als Mittel zur Blutreinigung geschätzt. Äußerlich angewendet kann er bei Hautunreinheiten, Entzündungen des Mund- und Rachenraumes und bei Halsweh verwendet werden. Ein Rezept für ein Puder-Deo stelle ich euch unter der Rubrik „Rezepte“ ein.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Gerb- und Bitterstoffe (daher der leicht bittere Geschmack), ätherisches Öl und Flavonoide sowie Saponin. Noch ganz junge Frauenmmantelblätter (gesammelt vor der Blüte) schmecken sehr gut in einem Wildkräutersalat oder auch als Einlage in einer Suppe. Die Blüten können als essbare Dekoration verwendet werden. Einfach nur lecker und gesund ist es auch noch.

 

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